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Gedenkstätte Wolfenbüttel

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Leitet Herunterladen der Datei einDer gesamte Schriftwechsel zwischen Dr. Kramer und der Stiftung Nds. Gedenkstätten inkl. Dienstaufsichtsbeschwerde kann hier heruntergeladen werden

Leitet Herunterladen der Datei einZusammenstellung der Dokumente zur Auseinandersetzung um die Gedenkstätte WF 

Ungewöhnliche Behandlung einer Dienstaufsichtsbeschwerde. Der Schriftwechsel zwischen Dr. Helmut Kramer und dem Geschäftsführer der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten Dr. Habbo Knoch

(Wolfenbüttel, 12.01.2011) Der Schriftwechsel zwischen Dr. Helmut Kramer und dem Geschäftsführer der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten Dr. Habbo Knoch beginnt mit dem Schreiben Dr. Kramers vom 26.12.2007 an die Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten, gerichtet an den damals noch amtierenden Geschäftsführer Wilfried Wiedemann. Obgleich das Schreiben offenkundig auf vorausgegangene Gespräche mit Wilfried Wiedemann hindeutete, unterließ es Dr. Knoch, seinen mit den Verhältnissen in Wolfenbüttel langjährig vertrauten Vorgänger auf die Berechtigung der Vorwürfe anzusprechen. Stattdessen entschloß er sich, das Schreiben vom 26.12.2007 erst einmal monatelang völlig zu ignorieren. Erst auf Rückfragen Dr. Kramers und des Vorsitzenden der Fachkommission Prof. Joachim Perels, aber unter Verzicht darauf, wenigstens die Meinung von Prof. Perels einzuholen, bestätigte er Dr. Kramer schließlich den Eingang des übersandten „Schriftenkonvoluts“ (das einige Veröffentlichungen Kramers zur NS-Justiz und zur Gedenkstätte Wolfenbüttel enthielt) mit dem Zusatz, er würde sich freuen, Dr. Kramer bei „Gelegenheit kennen zu lernen“. Endlich, mit Schreiben vom 04.08.2008, lud Dr. Knoch Dr. Kramer zu dem von diesem erbetenen Gespräch mit dem Abteilungsleiter der Stiftung Dr. Rolf Keller und dem Gedenkstättenleiter Wilfried Knauer ein. Darin schlug er ohne Benennung von Ausweichterminen den „Dienstag oder Mittwoch der dritten Septemberwoche“ vor. Nachdem ihm Prof. Perels umgehend seine Verhinderung mitgeteilt hatte, kam er nicht wieder auf seine Zusage zu einem Gespräch zurück. Auch ein Schreiben Dr. Kramers vom 13.09.2009 beantwortete Dr. Knoch ausweichend. Auf Dr. Kramers Kritik daran, dass der Gedenkstättenleiter die Kleine Kommission  trotz wiederholter Erinnerungen seit Jahren nicht mehr einberufen hatte, kündigte Dr. Knoch aber einen „zeitnah“ festzusetzenden Sitzungstermin an. Nach weiteren erheblichen Verzögerungen infolge der Weigerung des Gedenkstättenleiters, diesen Termin wenigstens mit den langfristig durch andere Termine beanspruchten Kommissionsmitgliedern telefonisch abzustimmen, hätte die Kleine Kommission erst nach vielen weiteren Monaten, nämlich am 10.03.2009, tagen können. Stattdessen fand am 10.03.2009 eine von dem Gedenkstättenleiter unter dem unklaren und bewusst irreführenden Namen „Arbeitsgruppe Wolfenbüttel“ einberufene Sitzung statt (siehe Text „Überraschungscoup I – Die Sitzung der ‚Arbeitsgruppe Wolfenbüttel’ am 10.03.2009“). Weder an jenem Tag noch später kam Dr. Knoch auf das von ihm verbindlich zugesagte Gespräch zurück.

Es folgte der Offene Brief Dr. Kramers vom 28.06.2009. Beantwortet wurde dieser erst, nachdem ihn Dr. Kramer in aktualisierter Fassung nochmals unter dem 16.11.2009 versandt hatte, diesmal auch an die Mitglieder der Fachkommission. Anstatt in seiner Antwort vom 02.12.2009 endlich auf die Kritik an der Arbeit des Gedenkstättenleiters einzugehen, bestand die Antwort Dr. Knochs vom 02.12.2009 in dem Hinweis, der „Respekt vor den Opfern gebiete es“, an der „Primäraufgabe“ der Gedenkstätte, der Opfer zu gedenken, keine Abstriche zu machen. Sämtliche anderen Beanstandungen Dr. Kramers beantwortete Dr. Knoch allein mit der „ausdrücklichen“ Bitte, dem Gedenkstättenleiter „mit dem gebotenen Respekt“ zu begegnen.

Im zusammenfassender Würdigung des Verhaltens von Dr. Knoch kommt Dr. Kramer zu dem Ergebnis: Dr. Knoch war von Anfang an ab Januar 2008 entschlossen, das Schreiben Dr. Kramers vom 26.12.2007 nicht zu beantworten. In einer systematischen Zermürbungsstrategie wollte Dr. Knoch Dr. Kramer von energischen Schritten abhalten. So konnte Dr. Kramer erst im Spätherbst 2010 – fast drei Jahre nach seinen ersten Schritten – Beschwerde zum Kultusministerium einlegen und die Presse unterrichten. Dr. Kramer hält das Vorgehen des Dr. Knoch eines Stiftungsgeschäftsführers unwürdig.

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(Wolfenbüttel 17.11.2010) Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Geschäftsführer der Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten und gegen den Leiter der Gedenkstätte Wolfenbüttel heute an Nds. Kultusminister abgesandt.

Öffnet  internen Link im aktuellen FensterNäheresfinden Sie hier



Öffnet  internen Link im aktuellen FensterPRESSSEERKLÄRUNG 18.11.2010


Zum Inhalt der Auseinandersetzung um die Gedenkstätte Wolfenbüttel

Zur Geschichte, Arbeit und Entwicklung der Gedenkstätte Wolfenbüttel 1938 - 2010

Ein Stück zum merkwürdigen Umgang mit der NS-Justiz in vielen Kapiteln

Helmut Kramer, November 2010

Als Anfang der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die ehemalige Hinrichtungsstätte in der JVA Wolfenbüttel abgerissen werden sollte, gelang es nur mit internationaler Hilfe, die damalige Geschichtsvergessenheit zu überwinden und, wiederum mit viel Mühe, die Gedenkstätte Wolfenbüttel zu gründen.

Aufgabe der Gedenkstätte Wolfenbüttel ist, ein „Ort des Lernens für künftige Generationen zu sein“ (§ 2 Stiftungsgesetz Nds. Gedenkstätten). Dazu hat der Kultusausschuss des Nds. Landtages in seiner Beschlussempfehlung vom 17. November 2004 insbesondere für die Gedenkstätte Wolfenbüttel klar gestellt, „dass die Erinnerung an die Opfer der Justizverbrechen die Erinnerung an die Justizverbrechen selbst mit einschließt“, also das auch an die Täter erinnert wird.

1999 wurde die überwiegend mit Hilfe ehrenamtlich tätiger Rechtswissenschaftler und Rechtshistoriker erarbeitete Ausstellung zur NS-Justiz eröffnet. Die Ausstellung war so angelegt, dass entsprechend dem Stiftungsgesetz sowohl an die Opfer als auch an die Täter erinnert wird. Dafür waren unterhalb der großformatigen Schautafeln zahlreiche Aktenschuber vorgesehen, für noch einzustellende Opferbiografien und Täterbiografien.

Während die Ausstellungsbesucher einige wenige bis zum Jahr 2000/2001 erarbeitete Opferbiografien vorfinden, ist es bei den bis dahin fertiggestellten schmalen vier Täterbiografien verblieben.

Die Verantwortlichen weigern sich seitdem, der gesetzlichen Aufgabe der Gedenkstätte nachzukommen. Im Gegenteil, es wurden insbesondere ein zur Ergänzung des Täteraspektes vorgesehenes zentrales Ausstellungsstück (der „Täterblock“) heimlich entfernt.

Um ihr Nichtstun zu verschleiern, haben die Verantwortlichen unter Ausschaltung des wissenschaftlichen Beirats (Kleine Kommission) der Gedenkstätte eine Entscheidung herbeigeführt, wonach die bisherige Ausstellung liquidiert und bis 2010 „neukonzeptioniert“ werden soll, ohne die erforderlichen personellen und sächlichen Voraussetzung bereitgestellt zu haben. Auf diese Weise wollte man sich einer Auseinandersetzung der von Mitgliedern der Kleinen Kommission erhobenen Grundsatzkritik an der jahrelangen unzulänglichen Arbeit der Gedenkstätte ersparen.

Über die an der Arbeit der Gedenkstätte im einzelnen erhobene Kritik und deren Abwehr durch die Verantwortlichen wird im nachstehenden unterrichtet.


 

Inhaltsverzeichnis:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterZur Entstehung und Entwicklung der Gedenkstätte Wolfenbüttel

  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterGedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen Justiz und Lernort gegen die Tat

  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterVeröffentlichungen von Helmut Kramer zur nationalsozialistischen Justiz und ihrer Aufarbeitung

 

 

 

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