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Was damals Recht war ...

Wanderausstellung »Was damals Recht war ... – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht«

Ab 20. August  2007 in Köln

Ausgehend von einer Initiative ihres Beirats und gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag, auch nicht-jüdischer Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken, erarbeitet die Stiftung – in Kooperation mit der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e. V. – zur Zeit eine Wanderausstellung zur NS-Militärjustiz. Die Ausstellung informiert über Unrecht und Willkür der NS-Militärjustiz und dient der gesellschaftlichen Verankerung der erst im Jahr 2002 erfolgten rechtlichen Rehabilitierung ihrer Opfer. Sie wird vom Bundesbeauftragten für Kultur und Medien finanziert.

Im Zentrum der Präsentation stehen Fallgeschichten, bei denen es nicht nur um Personen geht, die als Deserteure abgeurteilt wurden, sondern auch um so genannte Wehrkraftzersetzer und Volksschädlinge. Darüber hinaus werden Biografien von Angehörigen des Widerstandes in besetzten europäischen Ländern dargestellt. Insgesamt wurden mindestens 22.000 Menschen hingerichtet, unzählige andere starben in Lagern oder in Strafeinheiten. Die Fallgeschichten werden in Überblicksdarstellungen zur Geschichte der deutschen Militärjustiz bis 1933 eingebettet. Zum Schluss nimmt die Ausstellung die Ausgrenzung und Nichtachtung überlebender Justizopfer in den deutschen Nachkriegsstaaten in den Blick. Eröffnung der Ausstellung (in Berlin): Juni 2007.

Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas wird am 21. Juni 2007 die Wanderausstellung "'Was damals Recht war...' -  Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht" eröffnen. Die Schau wird vom 22. Juni bis einschließlich 1. August in Berlin zu sehen sein. Danach ist sie mindestens bis 2009 unterwegs in vielen deutschen Städten (u.a. Köln, München, Kiel, Freiburg, Halle/Saale, Wilhelmshaven - genaue Daten, wie auch die Öffnungszeiten in Berlin finden Sie im Anhang).

Die Wanderausstellung erzählt Lebensgeschichten von Verurteilten der Wehrmachtjustiz und behandelt dabei gleichzeitig das "System" der Militärgerichtsbarkeit: Richter bzw. Gerichtsherren und ihre Handlungsspielräume, das materielle Recht und seine Entwicklung, die führenden Juristen aus den Stäben und Oberkommandos und Ihre Verantwortung. Die Ausstellung vergleicht außerdem die Spruchpraxen während des Krieges auf internationaler Ebene. Sie beleuchtet die Topographie des Strafvollzugs und erzählt die Nachkriegsgeschichten von Richtern und Verurteilten in beiden deutschen Staaten.

Die wichtigsten Informationen zur Ausstellung als finden Sie unten als pdf-Anhänge. Sie können diese auch gern an Interessierte weiterleiten. Derzeit arbeiten wir an einem Führungskonzept, das sich speziell an die Berufsgruppe der Juristen richtet. Anmeldungen nehmen wir gern unter der Telefonnummer 030 26 39 43 36 entgegen. Ob als individuelle Besucherinnen oder Besucher oder als Gruppen - wir würden uns freuen, Sie als Gäste bei uns begrüßen zu dürfen.

Besonders hinweisen möchten wir Sie schließlich noch auf unser Begleitprogramm, in dem wir verschiedene juristische Themen und Fragestellung aufgegriffen haben; so zum Beispiel in den Vorträgen von Gerd Hankel, Norbert Haase, Birgit Beck oder Manfred Messerschmidt.

Dr. des. Magnus Koch
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Stresemannstr. 90
D-10963 Berlin

Tel. +49 (0)30 263943-27
Fax. +49 (0)30 263943-20
E-Mail: magnus.koch(at)stiftung-denkmal.de

http://www.stiftung-denkmal.de

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